|

|
|
Als Durchgang zwischen Hurden und Rapperswil gab es seit 1358 einen geländerlosen Holzsteg, den Vorläufer des dann 1878 erstellten Seedamms. Der Einsiedler Klosterverwalter Gerold Spervogel liess im Jahr 1497 auf eigene Kosten die Kapelle bauen. Nach dem Bau der Kapelle entstanden in Hurden die ersten Gasthäuser. Kapelle und Gasthäuser zeugen vom regen Pilgerverkehr über die Seebrücke nach Einsiedeln und weiter nach Santiago de Compostela.
Das schlichte Bauwerk mit dem kleinen Chor hat im Schiff und im Chor je zwei spitzbogige gotische Fenster. Auf dem Satteldach sitzt ein Dachreiter mit Spitzhelm. Bei der Renovation von 1602 malte Heinrich Schiess von Rapperswil das Wandbild des gekreuzigten Jesus mit Maria und Johannes.
Im Jahr 1908 hatte der Bischof von Chur dem Abbruch der baufällig gewordenen Kapelle bereits zugestimmt; aber Josefina Truttmann-Helbling, Wirtin im benachbarten Gasthof zum Adler, sammelte das Geld für die Renovation von 1909. Seit 1960 sorgt die Kapellgenossenschaft für die Kapelle, die den Katholiken von Hurden gehört. |