Zwischenbericht vom 29. Dezember 2020

Geschätztes Pfarreiteam, aus unserer Finanzbuchhaltung wurde mir die Zuwendung der Kollekte vom 01.11.2020 im Betrage von CHF 81.65 und der Betrag von CHF 279.80 aus Kollekte 19.-h20.12.2020 plus Kollekte Theater 58 übermittelt. Ich bedanke mich hierfür ganzherzlich.  Eure Projektunterstützung hat mich sehr gefreut.

In diesem Jahr hat uns Covid-19 in unserer Projektarbeit gewaltig gefordert. Sämtliche Arbeitseinsätze, Kurse, Betriebsbesuche, Einzelberatun­gen vor Ort konnten nicht erfolgen." Nichts desto trotz" - wir haben auf eine Art Homeoffice umgestellt. Via Tele­fon und Whatsapp fand ein reger Austausch statt. Ich meine zu spüren, dass ein alter Spruch sich auch in diesem Fall bestätigt hat. Kein Schaden ist so gross, dass nicht noch ein Nutzen dabei ist". Unsere konsequenten Bemü­hungen, Bildung und Praxis im Austausch zu verknüpfen, trägt jetzt Früchte. Der Austausch unter den Leuten hat sich verbessert. Teilwissen und Erfahrungsaustausch werden verknüpft und dann sogenannte Problemthema an uns herangetragen. Wir dürfen sagen, es läuft, auch wenn wir nicht mit dabei sind.

Die Milchverarbeitung mit unseren eher hochpreisigen Produktpalette hat zwar wegen der Schliessung der Märkte und speziell wegen dem ausbleibenden Tourismus einen Dämpfer erlitten. Aber die Leute haben festgestellt, dass sie jetzt ein haltbares Produkt am Lager haben, das sich auch nach etwas längerer Lagerdauer noch sehr gut ver­kaufen lässt. Langsam greifen da auch die Internetverkäufe und der Jammer ist weniger gross als in unseren Brei­tengraden, obwohl Vater Staat dort nicht als Pate im Raum steht.

Zurzeit wird der Ruf nach guten und zukunftsgerichteten Zuchttieren immer grösser. Die Leute erkennen offenbar die Chancen, in die Zukunft zu investieren. Dies ist aber für die Bauern nur möglich, wenn sie mit günstigem Geld die Tierbeschaffung finanzieren können. Da sind wir nun gefordert, mit zinsfreiem Geld - Hilfe zur Selbsthilfe - zu leisten.

Im Tal, wo wir mit Hilfe der Pfarrei Pfäffikon Sz erfolgreich in die Kleingewächshäuser investiert haben, haben wir einen anerkannten Zuchtstier eingestallt, klare Haltungsvorgaben gemacht, ein Sprunggeld festgelegt und ein Kontrollsystem definiert. Ob dann das Kontrollsystem auch wirklich funktioniert, muss sich erst noch weisen. Aber wer nichts riskiert, der gewinnt auch nichts. Lassen wir uns überraschen. Wir hoffen jetzt und sind zuversichtlich.

In diesem Drei Brunnental haben die Frauen sehr positiv auf unser Folienhäuserprojekt und deren Resultate rea­giert und sich engagiert. Die Leute sind begeistert. Eine Eigendynamik hat sich da entwickelt. Mehr durften wir nicht erwarten. Nun können die Partner dieser Frauen beweisen, dass auch sie, einen Entwicklungsschritt, natür­lich auf einer anderen Ebene zu tun im Stande sind.

Wir sind und bleiben zuversichtlich und freuen uns, wenn wir auch zukünftig auf treue Unterstützung zählen dür­fen. Ich wünsche dem ganzen Pfarreiteam ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr.

Liebe Grüsse, Koni  Suter, Projektleiter mythen-fonds

 

Pfarreiprojekt Siebenbürgen

Seit 2016 unterstützt unsere Pfarrei ein Projekt des "mythen-fonds" in Siebenbürgen, Rumänien:

 "Eine Idee zum Blühen bringen", Gemüseanbau mit neuen Perspektiven.

www.mythen-fonds.ch

 

1920 musste Ungarn Siebenbürgen an Rumänien abtreten. Die ungarische Minderheit fühlt sich dort bis heute nicht so richtig Zuhause. Es ist eine ländliche Gegend im Einzugsbereich der Karpaten, die noch zum grossen Teil von der Landwirtschaft lebt.

 

Eines der Gewächshäuser auf dem Vorzeigebetrieb der Agro Caritas, wurde letztes Jahr mit einfachen Mitteln saniert. Das Dach wurde erneuert, die Lüftung saniert und eine Bewässerung eingerichtet. Mit einem einheimischen Gärtner, der mit den örtlichen Verhältnissen vertraut ist, und der Unterstützung aus der Schweiz wurde enormes Fachwissen an die lokalen Betreiber weitergegeben.

 

 

Das erste Betriebsergebnis hat die Bevölkerung begeistert......

Aus Drei Brunnen, einem abgelegenen Bergtal in den Karpaten, meldete sich eine Bäuerin und bat um Unterstützung für ihren angestammten Gemüseanbau. Nach einer eingehenden Analyse wurde ein Pilotprojekt mit Kleingewächshäusern realisiert. Der Ertrag aus 12 Kleingewächshäusern im vergangenen Herbst war enorm. Konnten doch pro Haushalt 20-30 kg Gemüse geerntet werden.

 

 

Mit dem Erlös aus Pfarreifest, antiquarischem Bücherverkauf, Vorträgen über das Projekt, Benefizkonzert und mehreren Gottesdienstkollekten können wir echte Entwicklungshilfe an der Basis unterstützen. Darüber freuen wir uns als Pfarrei sehr.

An der hinteren Kirchenwand wird die Information über den laufenden Fortschritt von unserer Kontaktperson, dem Projektleiter Koni Suter, auf dem neusten Stand gehalten. Er und seine Projektarbeiter sind regelmässig vor Ort um Fachwissen weiterzugeben und den Leuten Zukunftsperspektiven für ihre Selbstversorgung aufzuzeigen.

Wenn Sie Interesse haben an unserem Projekt und/oder es untersstützen möchten (Einzahlungsscheine liegen in der Kirche auf / Angaben für E-Banking), freuen wir uns sehr und danken Ihnen herzlich.

Pfarreirat Pfäffikon